Meine erste Con-Organisation
Burg-Con 14... angefangen hat er für mich schon im August, zumindest in Gedanken. Zwei Wochen vor der Odyssee, normalerweise wird der Termin des nächsten Burg-Con dort bekannt gegeben. Niemand hat sich bisher drum gekümmert. Und wer Termine organisiert steht letztendlich immer dafür ein. Also schnelle Entscheidung - ich machs - zusammen mit Rike, die sich schon nach dem letzten Burg-Con freiwillig gemeldet hat und nur auf den Startschuss wartete.
Und wir sind uns auch sofort einig, sie will sich um die Küche und die SPielrunden kümmern, ich mache den ganzen Kram im Vorfeld, webseite, Werbung, den Papierkram und alles was mit Internet zusammen hängt.
So vergeht die Zeit wie im Flug. Plakate, Flyer, Tombola, Brettspielecke, Spieleautoren... Ideen fehlen nicht, knapp ist es bei engagierten Helfern, aber damit habe ich ja gerechnet.
Dann der Countdown. Während ich Raoul am Freitag für den Aufbau gewinnen konnte stehe ich noch mit Rainer im Copyshop. Das Programmheft.
21:50. Ich habe es tatsächlich in die Burg geschafft. Als ich mit Karton unter dem Arm und zwei Taschen ankomme (den Rest hat Philipp schon von mir zu Hause abgeholt) ist alles schon fertig, mir bleibt nur noch, mit Rike und Matthias zum Italiener zu gehen und dort mit den Stuttgartern und Raoul noch die letzten ruhigen Minuten zu genießen.
Samstag, eine ruhige nacht in der Burg verbracht. Ich erwache wenig erholt von der um sich greifenden Erkältung, aber mit ein wenig pharmazeutischer Unterstützung ist der Tag schon zu meistern.
9:00, die ersten Spieler trudeln schon ein, während wir noch mit IT-Problemen kämpfen. Schließlich schaffen unser Spezialist aus Stuttgart und ein Gast gemeinsam den Drucker und meinen Laptop zu verkuppeln und die Rundenzettel können ausgedruckt werden.
Da warten auch schon die ersten Gäste außer der Reihe. Richard Stubenvoll von histogames braucht einen Tisch, auf dem er sein Spiel "Friedrich" präsentieren kann, gleichzeitig warten zwei Studenten/innen der Publizistik darauf, von mir begrüßt zu werden. SIe wollen den Vormittag bei uns filmen und daraus eine Studienarbeit machen. Außerdem arbeitet Alina derzeit beim Tip und überlegt auch, dort eine Reportage abzugeben. Die beiden sind relativ schnell in vertrauenswürdigen Spielrunden untergebracht, wo sie filmen, Richard spielt erst einmal eine Partie Bang! mit Nimer und Malte und auch Spieler für unsere Spielrunden finden sich ein, wenn auch leider 4 RUnden nicht stattgefunden habe und manch andere Runde nur mit 3 oder gar 2 Spielern startete.
Aber Rike organisiert großartig Zusammenlegungen von Runden, damit möglichst wenige ausfallen, schickt Spieler dahin wo noch Bedarf ist und um die Küche kümmern sich so viele gewandete Elfen, Kobolde, etc., hervorragend, dass von der Seite Entlastung besteht.
So vergeht der erste Block mit viel Reden, damit Gäste zu begrüßen, die das erste Mal auf einem unserer Cons sind, die Helfer zu unterhalten und mit einer Partie Friedrich, die Reimer mit Österreich klar gewinnt.
Im 2. Block bin ich für die Spieleecke zuständig. Noch einmal findet Richard Mitspieler, und so kann ich mich wieder mehr um unsere anderen Gäste kümmern. Auch wenn der Feuertopf etwas angebrannt ist, schmeckt er doch hervorragend, am Anfang noch mild, aber die Schärfe macht sich dann nach einer halben Plastikschale bemerkbar. Gut!
Irgendwann gegen 18 Uhr steht dann noch ein "Reporter" vor mir. Wieder ein Student, der bei der Lausitzer Rundschau Volontariat macht, seinen Artikel da einreichen wird und ihn, sollte er nciht veröffentlicht werden, uns aber zur Verfügung stellen wird.
Eine Stunde lassen sich Yvonne und ich Löcher über Rollenspiel, Mänenr- und Frauenrunden, Vorurteile in der Bevölkerung, Gewaltverherrlichung, Lieblingssysteme, gute Spielleiter, die Convention, etc. in den Bauch fragen, bis wir auch ihn zu einigen Spielrunden setzen und er mithört und zum Teil wohl auch diskutiert.
Der Tag vergeht ohne Zwischenfälle und mit einer zufriedenen Aufsicht aus der Burg, die letzten Runden werden um halb elf rausgeschmissen und wir begießen den ersten Tag. Noch kann ich nicht sagen, ob der Burg-Con erfolgreich ist, aber die anderen bestätigen mir, was ich durch das Adrenalin nicht wahrnehme: dass alle viel Spass hatten mit ihren Runden... während die letzten Hartgesottenen noch in Phillips Van bis um ein Uhr ihr Abenteuer zu Ende spielen.
Am nächsten morgen klingelt der Wecker um 7:15 viel zu früh. Langsam sammeln wir uns in der Burg, und während wir noch ein kleines Frühstück verspeisen sitzt Rike schon wieder bei ihren Runden und fleißige Küchenhelfer setzen den Feuertop auf.
Dann tauchen auch schon wieder die ersten GÄste auf, und der Trubel geht von neuem los. Spielrunden, Kaffee, Bang!, noch mehr Kaffee.... und es gibt noch einen Spieleautor, Günter Cornett vom Bambus-Verlag ist zu Gast.
Alles in allem ein ruhiger Sonntag, Zeit genug, Lose anzupreisen und zu verkaufen, die Adresslisten ausfüllen zu lassen, sich um die Gäste zu kümmern....
Bei der Tombola dann wieder viele Gewinne für die Stuttgarter, aber vor allem die von Tennko handsignierten Lebensmittel finden großen Anklang.
Bei der Versteigerung gabs diesmal nicht so viel im Angebot, aber doch diverse Schnäppchen waren zu machen.
Und dann wars auch schon wieder vorbei.
Ein schneller Abbau, gut, ein Top der Samstagsschicht musste ganz schön geschrubbt werden, aber im Großen und Ganzen gab es keine Probleme, und das obwohl viele der Aufbauhelfer krankheitsbedingt oder aus anderen privaten Gründen schon vorzeitig die Burg verlassen mussten.
Der Ausklang traditionell bei "Dal Falco" war dann noch sehr nett, bei Gürkchen und erwachtem Popcorn wurden Erlebnisse ausgetauscht, sogar der Friedrich-Autor war noch mit dabei, und dann war ich um halb zwölf auch schon zu Hause, froh, dass alles vorbei ist, aber auch, dass es gut geklappt hat, trotz des Zeitmangels, der am Ende für Nächte mit wenig Schlaf gesorgt hat.
Danke an alle, die mitgeholfen, geleitet oder sonst irgendwie zum Gelingen beigetragen haben! Ich hoffe, dass ihr nächstes Jahr wieder mit dabei seid, wenn der Burg-Con sein 15. Jubiläum feiert! Hoffen wir, dass wir dann wieder mehr Spieler begrüßen dürfen!
Bis bald, Eva


